Versicherungsrecht und Strafrecht

Ein in der Versicherungswirtschaft gebräuchliches Sprichwort sagt:

„Der Versicherungsschutz endet im Schadensfall.“

Dieser scherzhaft gemeinte Satz ist leider bittere Realität. Die deutschen Versicherer erwirtschaften jedes Jahr knapp 200 Milliarden Euro an Prämieneinnahmen und satte Gewinne.

Dennoch werden viele Versicherungsnehmer im Schadensfall zu Unrecht abgewiesen, Regulierungen abgelehnt oder verschleppt. Gerade bei hohen Schadenssummen, etwa in der Gebäudeversicherung nach einem Brandschaden, werden Versicherungsnehmer sogar zu Unrecht beschuldigt oder gar kriminalisiert. Nach meiner Erfahrung werden immer öfter Vorwürfe auch in strafrechtlicher Hinsicht erhoben: Der Vorwurf des Versicherungsbetruges (Betrug, § 263 StGB oder Versicherungsmissbrauch, § 265 StGB), der Urkundenfälschung (§ 267 StGB), der Sachbeschädigung (§ 303 StGB) oder sogar der Brandstiftung (§ 306 StGB) werden von Versicherern oft und leichtfertig erhoben. Versicherer unterhalten eigens Spezialabteilungen. Das Magazin „Der Spiegel“ schreibt über die bei den Versicherern eigens eingerichteten Spezialabteilungen:

„Ziel der Einrichtung: Versicherungskunden kriminelles Verhalten nachzuweisen.“

(Der Spiegel, „Versichert und Verraten“, Nr. 30/2015, S. 10 f.).

Dabei ist den Gesellschaften oft jedes Mittel recht und werden teilweise Einwendungen regelrecht konstruiert.

Solche Vorwürfe sind aber stets sehr ernst zu nehmen, denn sie wirken sich auch auf die zivilrechtliche Regulierung und zivilrechtliche Gerichtsverfahren aus. Dringt ein Versicherer mit solchen strafrechtlichen Vorwürfen durch, kann es zu Beweiserschwernissen bis hin zum Anspruchs- und Prozessverlust kommen.

Auch strafrechtlich ist Vorsicht geboten, weil die Ermittlungsbehörden und Strafgerichte entsprechende Vorwürfe sehr ernst nehmen und man schnell vom geschädigten Opfer zum Straftäter gemacht wird.

In versicherungsrechtlichen Schadensfällen ist deshalb schon bei Schadenseintritt anwaltlicher Rat und entsprechende Vertretung geboten: Bereits die Schadensmeldung und die ersten Gespräche mit Mitarbeitern des Versicherers oder Schadensregulierern wie auch das Ausfüllen von Fragebögen müssen unbedingt sorgfältig und zutreffend erfolgen, um rechtliche Nachteile zu vermeiden.

Wenn Sie ins Fadenkreuz des Versicherers oder gar bereits der Ermittlungsbehörden gelangt sind, dann ist doppelte Vorsicht geboten: Hier ist eine Koordinierung der strafrechtlichen Verteidigung und zivilrechtlichen Durchsetzung von Ansprüchen nötig.

Wir begleiten Sie gerne von Anfang an bei der Regulierung Ihres versicherungsrechtlichen Schadens, um mögliche rechtliche Schwierigkeiten bis hin zur Strafverfolgung zu vermeiden oder im Falle zu Unrecht erhobener Vorwürfe die richtige Abwehrstrategie zu entwickeln. Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Sie können uns gerne Ihren Fall unverbindlich schildern. Als Rechtsanwälte sind wir zur Verschwiegenheit verpflichtet und Geheimnisträger.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht und nehmen schnellstmöglich Kontakt mit Ihnen auf.

 

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