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Privater Unfallversicherer zahlt nicht?

Private Unfallversicherung

Privater Unfallversicherer zahlt nicht?

Im Jahre 2016 haben die deutschen Versicherer mit Unfallversicherungspolicen 66 Mrd. Euro verdient. Das entspricht einem Anstieg der Beitragseinnahmen im 10-Jahres-Zeitraum seit 2006 von mehr als 20 %. Gleichzeitig stagniert die Regulierungsquote. Das ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass Versicherer mit allen Mitteln versuchen, berechtigte Leistungsansprüche abzuwehren. Im Bereich des privaten Unfallversicherungsrechts sind zur Durchsetzung des Anspruchs viele Hürden zu nehmen. Eine frühe anwaltliche Vertretung sinnvoll erscheinen lassen - am besten schon beim Leistungsantrag und nicht erst nach einer Ablehnung des Versicherers. Versicherer versuchen oft, ihre geschädigten Kunden durch Verzögerungstaktik mürbe zu machen, um vergleichsweise Regelungen oder eine gänzliche Abwehr zu ermöglichen. Damit Sie nicht leer ausgehen, sollten Sie Folgendes beachten: Wichtig ist, dass unbedingt innerhalb einer bestimmten Frist (meistens 15 Monate) durch einen Arzt die Invalidität des verunfallten Versicherten festgestellt werden muss. Dabei kann nicht nur eine Versäumung der Frist, sondern auch eine Ungenauigkeit des Arztes bei der Formulierung des Dauerschadens zu Einschränkungen oder dem Verlust des Leistungsanspruchs führen. Risiko und Leistungsausschlüsse im Versicherungsvertrag, etwa bei Unfällen durch Bewusstseinsstörungen oder krankhafte Störungen infolge von psychischen Reaktionen, schaffen Einwendungsmöglichkeiten für den Versicherer. Auch die Mitursächlichkeit anderer Umstände als der Unfall kommt als Einwendung in Betracht. Klärungsbedarf besteht auch bei der Leistungsbemessung. Weder die Versicherungsbedingungen noch die gesetzlichen Regelungen geben klare Vorgaben für die Bemessung des lnvaliditätsgrads bzw. der Gliedertaxe. Hierzu gibt es zwar eine Vielzahl von gerichtlichen Entscheidungen, auch des Bundesgerichtshofs, die von Versicherern aber regelmäßig nicht beachtet werden. Daher ist es wichtig, frühzeitig rechtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, damit - Hand in Hand mit behandelnden Ärzten - die Voraussetzungen geschaffen werden, damit Ihr Anspruch sicher durchgesetzt werden kann. Dr. Sven Jürgens ist Fachanwalt für Versicherungsrecht und seit fast 20 Jahren in diesem Bereich spezialisiert. Wenden Sie sich gerne für ein unverbindliches Gespräch an mich.

Alle vier Sekunden passiert in Deutschland ein Unfall. Das sind 20.000 Unfälle pro Tag. Mit einer Unfallversicherung können preiswert die finanziellen Folgen eines schweren Unfalls abgesichert werden.

Leider kommt es jedoch häufig vor, dass die Versicherung nicht oder zu wenig leisten will. Wenn es zu einem Schadensfall kommt, prüft die jeweilige Versicherung immer zuerst genau, ob sie wirklich bezahlen muss. Und häufig kommt es hierüber zum Streit. Das Risiko, dass die Versicherung nicht wie erwartet zahlt, kann sehr schnell existenzbedrohend sein. 

Hinzu kommt, dass es gerade bei sehr schweren Unfallfolgen zum Streit über die richtige Anwendung der sogenannten Gliedertaxe kommt. Nach der Gliedertaxe bemißt sich ganz wesentlich die Höhe der Zahlung der Versicherung.

Unser Rat: Spätestens wenn Sie bemerken, dass die Versicherung eventuell nicht gewillt ist zu zahlen oder nach Gründen hierfür sucht, sollten Sie sich kompetent beraten lassen. Führen Sie keinen umfangreichen Schriftwechsel mit der Versicherung. Sie haben allein in der Regel keine Chance.

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung und schildern Sie uns Ihren Fall. Sie erhalten dann von uns eine unverbindliche Einschätzung zu den Erfolgsaussichten eines weiteren Vorgehens. Dabei legen wir größten Wert auf eine realistische Bewertung Ihrer Erfolgsaussichten. Wenn wir diese als gegeben ansehen und Sie uns den Auftrag erteilen Ihre Ansprüche durchzusetzen, ist unser erklärtes Ziel, die schnellste und für Sie optimale Lösung durchzusetzen.   

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